20.11.2009 von eb
, - Aktuelle blogs
Nr.#145 Nachtrag zu "Mieses Klima"
Nichts weiter als ein
Versuch der Fairness.
Der folgende Text ist für die meisten wahrscheinlich etwas
irritierend, bzw. zusammenhanglos, - liegt mir bezüglich einiger
Menschen die wissen um was es geht, aber trotzdem sehr am Herzen.
Die anderen Leser, welche das wahrscheinlich überhaupt nicht interessiert,
bitte ich bezüglich dieses blogs jetzt einfach mal um Nachsicht, - bevor sie
sich an die Stirn tippen.
Ich habe vor geraumer Zeit mal in einem
blog versucht, bezüglich
Menschen die eine Neigung dazu haben, sich die Welt in bunten Mixturen
aus ausgesuchten Zitaten und Details, sei es aus Forschung und Wissenschaft,
oder aus dem spirituellen Bereich, relativ willfährig selber zusammen zu zimmern,
- etwas Dampf abzulassen. Normalerweise stört mich so was nicht bei Menschen die
lediglich nach einem Lebensinhalt suchen, oder nur sich selber erklären wollen.
Nervtötend wird es bei Leuten die eine Art Weisheitsanspruch erheben, oder
gar missionieren wollen. Aber das soll jetzt nicht Thema sein, - sondern
im Zusammenhang damit habe ich in einem zusätzlichen Text
versucht zu erklären, warum ich es wichtig finde, sich erst einmal die Bedeutungen von
Wissenschaft und Spiritualität in ihren
konträren Extremen vor Augen zu führen, anstatt heillos die Welt mit halbgaren, manchmal doch recht minimalistisch eingegrenzten Individualuniversalien zu überfluten.
Mittlerweile gibt es eine nicht unerhebliche Anzahl an Menschen, die solches unter dem Oberbegriff Esoterik zusammenfassen. Das ist vielleicht nicht
ganz richtig, und auch von Vorurteil behaftet, aber die Dominanz und Selbstüberzeugung mit der eine große Anzahl Menschen aus dieser Sparte operieren und argumentieren, lässt mitunter wenig Spielraum für feinfühligere Unterscheidungen. Und nach jahrzentelangen vergeblichen "gleichberechtigten" Gesprächsversuchen, ohne gleich als Unwissender, Wissenschaftssklave, oder spirituell unmündiger Mensch bezeichnet zu werden, ist mein Verständnis diesbezüglich auch dahin. So ist auch für mich erstmal die andere Seite gefordert, wieder mehr Hinwendung zu wahrer Vielfalt, auch in der Gesprächskultur zu beweisen. Aber ich schweife schon wieder ab.
In besagtem
Text habe ich, wie gesagt, versucht die Bedeutung des Dogmas in der Wissenschaft, und der individuellen Freiheit des Suchens bezüglich Spiritualität zu erläutern. Da mir aber jede Religiösität fremd ist, und überhaupt keinen Bezug dazu habe, war es mir nicht möglich diese in irgend einer Form zu integrieren. Das hat auch ein wenig damit zu tun, das auch im religiösen Rahmen immer so etwas wie geistige Bevormundung statt gefunden hat, - welche sich aber zumindest hierzulande im Laufe der Zeit, sehr zugunsten der toleranten Gesprächsbereitschaft religiös gläubiger Menschen entwickelt hat. Deshalb geht mir diese Unfairness meinerseits ein wenig nach, aber da eine echte Ahnung von Religiösität immer noch nicht vorhanden ist, möchte ich, sozusagen als dritten Part auf den Text eines sehr
christlichen Mathematikers, an dieser Stelle verweisen, der diesbezüglich sicher mehr Kompetenz hat. Aber wie er zeigt, gibt es auch bei den religiös Motivierten, Menschen die keine Schwierigkeiten haben zwischen Wissenschaft und Spiritualität Frieden zu schaffen, ohne die Bedeutung beider Seiten dabei zu schmälern.
Und wo wir gerade versuchen fair zu sein, - und mit der Bitte behaftet es nicht ganz so ernst, aber auch nicht
zu einfach zu nehmen.
Jetzt gibt es noch eine vierte Gruppe. Eine spezielle Mentalität von trinkfesten Adornisten, die aufgrund
unerschütterlicher Suche nach Weisheit und sehr schnellem Lesestil, diese in der Dialektik der Aufklärung, und nur darin, gefunden zu haben glauben, und jetzt die Aufklärung als Übel allen Übels deklarieren. ( Bekannte blogger
sind damit keinesfalls gemeint, - muss ich erwähnen sonst krieg ich hier noch Schimpfe. ).
Zwecks Abhängigkeit von derselben, muss ich die jetzt teilweise aus der Polarisierung zwischen Wissenschaft, Spiritualität, und auch Religion separieren. Da ich selber die Ansicht teile, das die Aufklärung zur Ökonomisierung, bei gleichzeitiger Entfremdung der Menschen von ihrer eigenen Menschlichkeit selber geführt hat, - auf der anderen Seite dem geistigen Emanzipationsprozess der Aufklärung, die geradezu fordert sich des eigenen Denkens zu bedienen und Autoriäten abzulehnen, aber sehr positiv gegenüber stehe, bleibt ein logischer Grenzfall als Extrem übrig, dem man sich stellen sollte, bevor man Weisheiten produziert.
Zusammengefasst sieht dies folgendermaßen aus. Man bedient sich des Handwerkszeugs der Aufklärung, um die Aufklärung selber in Frage zu stellen. Die Produktion dieses Grenzfalles entspricht meiner eigenen, (zugegeben, auch etwas eingeschränkten), Denkstruktur und ist zumindest für mich nicht lösbar. Dabei ziehe ich in Betracht das es mir unmöglich ist, sich von durch Aufklärung bedingtem rationellem Denken zu befreien. Muss aber auch die Frage stellen, ob eine Erkenntnis ob der negativen Kehrseite von Rationalität ohne diese möglich ist. Jede andere Form davon, wäre höchstens als unbewusste Empfindung von irgendetwas interpretierbar. Deshalb überlasse ich diese Gruppe jetzt lieber mal den Könnern, überlege mir ob ich zuerst die Henne, oder das Ei esse, - und versuche nicht das trinken anzufangen
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