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    <title>antiferengi blog</title>
    <link>http://www.antiferengi.de</link>
    <description>AntiFerengi, oder &quot;Business as usual&quot; bis zum Abwinken.</description>
    <language>de-de</language>

    <item>
      <title>Objektivit&amp;auml;t</title>
      <description>
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&lt;span style=&quot;font-size:10pt;&quot;&gt;&lt;!--HSTART--&gt;
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Eines der Lieblingsw&amp;ouml;rter aus der Schublade der sachlichen Versachlicher, der Gefrierfach-Denker, und dem Ambiente der mit Systhemtheorie spielenden Ideologen schlechthin.
Objektivit&amp;auml;t. Fast schon ein Renner und immer gerne dann benutzt, wenn
sich jemand als k&amp;uuml;hler &amp;Uuml;berflieger der unendlichen Vernunft pr&amp;auml;sentieren will.
Fragen zum Weltwirtschafts-System? Zum Finanz-System? 
Zum gesellschaftlichen &amp;quot;System&amp;quot;? Zum sozialen &amp;quot;System&amp;quot;?
Zum &amp;ouml;kologischen &amp;quot;System&amp;quot;? Planungen f&amp;uuml;r ein &amp;quot;System&amp;quot; zur Betrachtung der
Ferilit&amp;auml;tsrate um &amp;quot;systemisch&amp;quot; steuern zu k&amp;ouml;nnen?
Zum Fortpflanzungssystem? Na ja, gut, letzteres geh&amp;ouml;rt jetzt nicht hierher, geb ich ja zu.
W&amp;auml;re aber wenigstens ausreichend beschreibbar. Auf jeden Fall ist Objektivit&amp;auml;t angesagt. &amp;quot;Das muss man objektiv sehen&amp;quot;; spricht der
kluge Sachbearbeiter der Sachen. Der Objekte. Objekte, die man objektiv betrachten,
und objektiv behandeln muss. Also, die wertfreie, unparteiliche, unvoreingenommene, unemotionale und annahmefreie Beurteilung eines Objektes oder Sachverhaltes, bei h&amp;ouml;chstm&amp;ouml;glicher Ber&amp;uuml;cksichtigung aller Umgebungsfaktoren.
&lt;/p&gt;
&lt;!--HEND--&gt;
&lt;p style=&quot;text-align:justify;&quot;&gt;
Also, mal sehen. Ich bewege mich also in einer ungef&amp;auml;hren Entfernung von ca. 250 km &amp;uuml;ber der Bundesrepublik Deutschland. Die H&amp;ouml;he ist n&amp;ouml;tig, um das gesamte Land im Blickfeld zu haben. Das ben&amp;ouml;tigt man, um auch alle Interaktionen der Menschen, d.h. 80 Mill. davon beobachten zu k&amp;ouml;nnen, damit eine sinnvolle Systematik des Gesellschaftssystemes bewertet werden kann, dessen Bewertung innerhalb eines echtzeitlichen Verhaltens, sich nicht ma&amp;szlig;geblich so &amp;auml;ndert, dass man evtl. alles nochmals von vorne beginnen muss. (Verdammt langer Satz). Hmmm. Irgendwas ist schief gelaufen. Ich sehe keine Menschen mehr. Also muss ich n&amp;auml;her ran.
Gut. 2 km H&amp;ouml;he reichen, um eine ausreichende &amp;Uuml;bersicht &amp;uuml;ber ein Dorf zu erhalten, bei dem man auch noch Menschen auf der Stra&amp;szlig;e sieht. Sie bewegen sich. Ja, tats&amp;auml;chlich. Aber besonders aufschlussreich ist das nicht. Also noch n&amp;auml;her ran. Die Sache irgendwie mehr von innen betrachten. Eine Kneipe. Gut. Viele Menschen, und man bekommt ein Bier. Ich kann also das gesellschaftliche Verhalten der Menschen, in einer Kneipe beobachten. Wenn ich das lange genug treibe, und so von Dorf zu Dorf ziehe, k&amp;ouml;nnte ich in ein paar Jahren ein recht aufschlussreiches Bild &amp;uuml;ber das gesellschaftliche Treiben in Deutschlands Kneipenszene zusammen kriegen. Vielleicht kann ich den Leberschaden ja von der Steuer absetzen. Und wie viele von den besuchten Kneipen dann noch existieren, wei&amp;szlig; ich leider auch nicht mehr.
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
Also muss man das wohl anders angehen. Befragungen. Super. Das wird jetzt auch mal richtig ernsthaft organisiert. Ich besch&amp;auml;ftige also etwas mehr als 1400 Menschen, die pro Tag so an die 100 Personen zuf&amp;auml;llig ermitteln, und anhand eines Fragebogens damit Telefongespr&amp;auml;che f&amp;uuml;hren k&amp;ouml;nnen. Und das eine ganze Woche lang. Damit schaffe ich es, innerhalb einer Woche fast 1 Mill. Objekte, &amp;auml;&amp;auml;h Menschen zu befragen, deren Antworten ich dann mit einem &amp;quot;objektiv&amp;quot; selbstentwickelten Softwareprogramm, auf 80 Mill. interpoliere. Klasse, oder? Das kleine Problem, dass ich einen Fragebogen erstellen muss, &amp;uuml;ber etwas, was ich erst ermitteln sollte, l&amp;ouml;se ich dabei nat&amp;uuml;rlich ebenfalls ganz objektiv. Was die restlichen 79 Mill. in der Zwischenzeit gemacht haben, oder ob sie evtl. nicht in die Adaption passen, interessiert mich dabei nicht so sehr. Computer l&amp;uuml;gen nicht. Basta. Und meine Objektivit&amp;auml;t sowieso nicht. Ich bin schlie&amp;szlig;lich Experte in so was.
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
Kann mir einer den Grund nennen, warum ausgerechnet ein Technokrat wie unsereiner,
langsam empfindlich reagiert, wenn er st&amp;auml;ndig mit Leuten konfrontiert ist, die
sich dadurch hervorheben etwas gegen Technokraten zu haben, dies aber mit einem
Vokabular gestalten, welches jeden &amp;quot;ehrlichen&amp;quot; Technokraten vor Neid erblassen
lassen w&amp;uuml;rde. Warum braten ausgerechnet Bio-Bauern mit Systemtheorie herum?
Wieso erz&amp;auml;hlen Esoteriker was von objektiver Sicht auf Spiritualit&amp;auml;t und soziologischer
Systemtheorie? Weshalb quatschen Sozialp&amp;auml;dagogen vom systemtheoretischen Paradigma der Sozialen Arbeit und Objekttheorien? Ist das braune So&amp;szlig;e in Hirnen, die zwecks Mangels geistiger Eigenleistungen sich einer Baukastentheorie und Rhetorik unterwerfen, nur um mit Zwecksm&amp;auml;&amp;szlig;igkeiten agieren zu k&amp;ouml;nnen, deren Grunds&amp;auml;tze sie noch nicht mal verstanden haben?
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
Die alte Luhman-Habermas Kontroverse, zugunsten des einfachen aber kalten Antihumanismus eines Niklas Luhmann? Um die logische Trennung eines J&amp;uuml;rgen Habermas &amp;uuml;ber wirtschaftliche und politische Systeme zu Lebenswelten nicht ertragen zu m&amp;uuml;ssen? Subjektive Kommunikation
gegen den Schwachsinn, dass nur soziale Systeme kommunizieren k&amp;ouml;nnen? Verst&amp;auml;ndigung
gegen Differenz zwischen Information und Mitteilung? Moralische Verpflichtung
der Wissenschaft und soziologische Kritik an der Gesellschaft, gegen das in eine
Gesellschaftstheorie gepresste Resultat einer Evolution? Ich dachte, dass w&amp;auml;re zugunsten
des Humanismus gekl&amp;auml;rt? Aber wenn ich mir das Gehampel derer, die st&amp;auml;ndig von Systemtheorie schw&amp;auml;tzen ansehe, muss ich feststellen das Luhmann gewonnen hat. Na, dann gnade uns Gott. Aber der passt dann auch noch in ein System.
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
Das was als Objektivit&amp;auml;t angesehen wird, ist bei Betrachtungsweise
eines offenen Systemes immer subjektiv. Ob dies nun von innen, oder
von au&amp;szlig;en betrachtet wird. Und die Systemtheorie, akzeptiert
keinen Subjektivbegriff. Eben darum, weil jedes mal dabei versucht wird
die Dinge passend zur Theorie zu gestalten.
Und man kann auch nichts da hin w&amp;uuml;nschen, wo nichts daf&amp;uuml;r vorhanden ist.
Oder die vorhandenen Subjekte mal eben so durch gew&amp;uuml;nschte
Objekte zu tauschen, damit man trotzdem noch damit herumspielen kann.
Die krampfhafte Adaption einer Theorie &amp;uuml;ber freie Interpretationen,
macht noch lange nicht die Praxis daf&amp;uuml;r tauglich.
Wenn wir also offene Systeme betrachten, bleiben nur Annahmen &amp;uuml;brig.
Und Annahmen, haben niemals etwas mit Objektivit&amp;auml;t zu tun.
&amp;Uuml;ber &amp;quot;annehmen&amp;quot;, bzw. &amp;quot;Glauben&amp;quot;, kann man auch offen und ehrlich reden.
Ohne den diplomatisierten Plop der &amp;quot;objektiven Annahme&amp;quot; f&amp;uuml;r &amp;quot;systemische&amp;quot;
Betrachtungen ins Hirn der Menschen zu waschen.
Man kann auch schlicht und einfach versuchen, sich
in die Menschen hineinzudenken. Aber das ist ja nicht objektiv, oder? Also,
was tun? Zumindest die Menschen mal wieder als solche betrachten und nicht
als Objekte. W&amp;auml;re das eine M&amp;ouml;glichkeit? Ich bin wahrhaft kein Anh&amp;auml;nger alter
ergrauter Denker die immer wieder nach Bedarf zitiert werden. Aber in diesem Fall; Lebenswelten statt Systeme? Den gro&amp;szlig;en Irrtum eingestehen, &amp;uuml;berhaupt versucht
zu haben Systemtheorie auf Menschen und ihre Umgebung anzuwenden?
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;/span&gt;




      </description>
<link>http://www.antiferengi.de/cgi-bin/environ?line=blogs&amp;act=show&amp;bnr=386&amp;cnr=&amp;bcnr=</link>
      <pubDate>30.07.2010 von eb</pubDate>
    </item>

    <item>
      <title>Affentheater</title>
      <description>
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&lt;p style=&quot;text-align:justify;&quot;&gt;
F&amp;ouml;rderalismusreform, Hochschulreform, Gesundheitsreform, Rentenreform......
Und und und. Die gescheiterten Modelle einer rot-gr&amp;uuml;nen &amp;Auml;gide aus der Vergangenheit
werden bleiern beibehalten und stricken sich im Dogma der Unantastbarkeit einer neoliberalen Modellvorgabe, unver&amp;auml;ndert &amp;uuml;ber Details das eigene Netz zur Existenzberechtigung. Bei der X-ten &lt;a href=&quot;http://www.tagesschau.de/inland/videochat140.html&quot;&gt;Gesundheitsreform&lt;/a&gt; z.B. sehe ich schon gar nicht mehr eine Diskussion zwischen politischen Kontrahenden, sondern lediglich noch die neuerliche Etablierung &amp;uuml;ber sich selber. Ich k&amp;ouml;nnte mich &amp;uuml;ber einen Philipp R&amp;ouml;sler sicher zu Recht aufregen. Dass der Mann aber lediglich ein gescheitertes Modell der Privatisierung ganz besonders schlecht weiter strickt, geht im Sumpf einer unver&amp;auml;nderten Gleichbehandlung doppelt unter. Die SPD holt daf&amp;uuml;r ihre alten Schergen zur&amp;uuml;ck und beweist damit, dass sie sich keinen Zentimeter aus der Kontrolle und Mitbestimmung alter Pferdefl&amp;uuml;sterer entfernt hat, die sich lediglich einer neuen Zeit mit einer neuen Rhetorik angepasst haben. Eine Zeit die gemerkt hat, dass man den Bogen des Leistungsbedarfes und der Kalkulation von jedermann nach seinem Zweckwert, zumindest nicht publikumswirksam allzu &amp;uuml;berspannen darf, wenn man alte Positionen dabei nicht verlieren will.
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
An was hier gestrickt wird, ist noch nicht ganz
&lt;a href=&quot;http://www.welt.de/fernsehen/article6009264/Zusatzbeitraege-Ulla-Schmidt-war-der-Suendenbock.html&quot;&gt;untergegangen&lt;/a&gt;. Aber das Privatisierung und Effizienzkalkulationen aufgrund eines Handelskonzeptes &amp;uuml;ber Eigenverantwortung selbst noch an den
&lt;a href=&quot;http://www.fr-online.de/politik/bluehender-patientenhandel/-/1472596/3153770/-/index.html&quot;&gt;ehernsten&lt;/a&gt; Bastionen der Menschlichkeit r&amp;uuml;ttelt, welche die Dinge dann in die Richtung &lt;a href=&quot;http://www.weisse-liste.de/&quot;&gt;lenken&lt;/a&gt;, die des Fl&amp;uuml;sterns m&amp;auml;chtig sind, verschwindet in der Akzeptanz von &amp;Uuml;berlegungen, die sich lediglich weiterbewegen m&amp;uuml;ssen. Und in der Hilflosigkeit der eigenen fehlenden F&amp;auml;higkeit &amp;uuml;ber Sachzw&amp;auml;nge hinaus
zu blicken, holt man sich die Mithilfe derer, die als Gegner einer Zweiklassengesellschaft auftreten, aber f&amp;uuml;r die arbeiten, welche eine Dreiklassengesellschaft aufgebaut haben.
&lt;a href=&quot;http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/cms/rka_2/deu/download/muench/2004_0202_Ulla_Schmidts_Kompagnon_Ministerberater_Karl_Lauterbach_in_der_Kritik.pdf&quot;&gt;
Derer&lt;/a&gt;, die im Wahn der eigenverantwortlich gest&amp;ouml;rten Dynamik alles losgetreten haben,
um aufs neue &lt;a href=&quot;http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/cms/rka_2/deu/33360.html&quot;&gt;denen&lt;/a&gt; die Verantwortung zu &amp;uuml;bertragen, die zwar adaptiv, aber unver&amp;auml;ndert die eigene Ideologie
konstruktiv
&lt;a href=&quot;http://www.ungesundleben.org/privatisierung/index.php/Bertelsmann_Stiftung&quot;&gt;beratend&lt;/a&gt; unter Volk und Politik mischen.
Und so werden sie die Welt wieder mit ihren Studien &amp;uuml;bersch&amp;uuml;tten, und der kalte Atem der Sachdienlichkeit wird weiter seinen Keil in die Herzen der Menschen treiben. Und so beraten, - werden wieder mal alle wissen was richtig-, aber keiner mehr fragen was falsch ist. Ich sehe keine Hoffnung mehr auf Wahrheit.
&lt;/p&gt;
&lt;!--HSTP--&gt;
&lt;p style=&quot;text-align:justify;&quot;&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;/span&gt;




      </description>
<link>http://www.antiferengi.de/cgi-bin/environ?line=blogs&amp;act=show&amp;bnr=385&amp;cnr=&amp;bcnr=</link>
      <pubDate>29.07.2010 von eb</pubDate>
    </item>

    <item>
      <title>Experten &amp;uuml;ber Moralin im Nebel der Sachlichkeit.</title>
      <description>
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&lt;span style=&quot;font-size:10pt;&quot;&gt;&lt;!--HSTART--&gt;
&lt;p style=&quot;text-align:justify;&quot;&gt;
Hatte ich nicht mal probiert zu erl&amp;auml;utern, was es bedeutet kleine aber gelungene
Absprachen innerhalb der
&lt;a href=&quot;http://www.antiferengi.de/cgi-bin/environ?line=blogs&amp;act=show&amp;bnr=342&amp;cat=&amp;bcnr=&quot;&gt;Systemtheorien&lt;/a&gt; vergessen-
und dabei den Unterschied zwischen denselben und Metaphysik nicht mehr wahrhaben zu wollen? Die FAZ sucht ja nun selber auch schon seit l&amp;auml;ngerem den
&lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E7BAC6D00C3FF4152A651FFFAC8E8A0FA~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;Tempel der Vernunft&lt;/a&gt;,
aber bez&amp;uuml;glich ihres Artikels &amp;uuml;ber wissenschaftliche Besch&amp;auml;ftigungen mit dem eben nicht gar so einfachen Begriff &amp;quot;Moral&amp;quot;, muss ich ihr zugestehen eine ausgesprochen passende &amp;Uuml;beschrift gefunden zu haben. Da vermute ich mal ganz unbedarft, dass hier irgendwo noch ein versteckter Rest von dem vorhanden ist, was erstmal wissenschaftlich bewiesen werden muss. Sieht aus, als w&amp;uuml;rden da eine Menge Leute erst mal auf das Ergebnis warten wollen. Das kann dauern.
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
Die Sonderformen der heutigen Ingenieure wie z.B. Psychologen, Biologen und Neurologen versuchen also den Begriff &amp;quot;Moral&amp;quot; ganz sachlich &amp;uuml;ber das metaphysische Schiff der offenen Systematik geschlossen beschreiben zu wollen.
Nicht, dass man mir jetzt vorwirft was gegen Metaphysik zu haben. Ganz im Gegenteil. Nur die hat ihren Sinn ja gerade darin, dem wissenschaftlich-&amp;quot;systemischen&amp;quot; Nachteil der fehlenden M&amp;ouml;glichkeiten bez&amp;uuml;glich offener Systeme entfliehen zu wollen, ohne den Maschinisten dabei ihr Handwerkszeugs zunichte zu machen. Ob nun Konstrukteure sich mit Metaphysik besch&amp;auml;ftigen oder Metaphysiker versuchen systemisch konstruktiv vorzugehen. Das Resultat ist auch hier wieder mal erstaunlich neblig und hilflos, wenn selbsternannte Systemtheoretiker Statements vor Forschung machen.
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
Aber System hat nun mal System. Und Moral ist jetzt Wissenschaft.
Frei nach Sherlock Holmes wird erstmal das aussortiert, was der wissenschaftlichen M&amp;ouml;chtegern-Seri&amp;ouml;sit&amp;auml;t nicht in den Kram passen k&amp;ouml;nnte. Gott selber war&amp;acute;s also nicht. Immerhin. Unabh&amp;auml;ngig vom Grabenkampf zwischen Theisten und Atheisten, welche beide Glauben mit Wissen verwechseln, hat man es doch mittlerweile zur Schlussfolgerung gebracht, dass Moral eigentlich noch nie an Religi&amp;ouml;sit&amp;auml;t gebunden war.
&lt;/p&gt;
&lt;!--HEND--&gt;
&lt;p style=&quot;text-align:justify;&quot;&gt;
Aber worum es geht, sollte man letztendlich im Artikel nachlesen. Worauf ich hier hinweisen m&amp;ouml;chte ist ein Umstand, der einfach in die Hose gegangen ist und den die Beteiligten selber immer wieder unter Beweis stellen. Es gibt kaum noch echte Systemtheoretiker und auch kaum noch echte Metaphysiker.
Dabei ist die Trennung zwischen Analyse und Konstruktion im gro&amp;szlig;en Gemenge untergegangen, bei der beiden Prinzipien ins Vergessen geraten sind, welche aus genau diesen Gr&amp;uuml;nden
aufgestellt wurden. Deren Nomenklatur aber immer noch gerne missbraucht wird, um rhetorisch Verkaufswert &amp;uuml;ber Seri&amp;ouml;sit&amp;auml;t zu erhalten.
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
&lt;em&gt;
In einer Babywissenschaft, wie Elizabeth Phelps, Neurowissenschaftlerin an der New York University, die Moralpsychologie nannte, kann so viel Umhertasten nicht &amp;uuml;berraschen. Wie es etwa mit dem freien Willen steht, wird noch auf absehbare Zeit ein R&amp;auml;tsel bleiben.&lt;/em&gt;
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
Das sieht Frau Phelps vollkommen richtig, wobei besonders die Psychologen aufpassen sollten aus Moral keine Moralpsychologie zu machen. Eine Psychologie an der sich dann orientiert wird. Etwas, was uns ganz besonders der Neurologe Sam Harris vor Augen f&amp;uuml;hrt.
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
&lt;em&gt;Im Vertrauen auf wissenschaftliche Logik fordert Harris uns auf, vor Werturteilen nicht zur&amp;uuml;ckzuschrecken, ja statt einer intuitiven Moral eine universale Vorstellung von Gut und B&amp;ouml;se anzustreben.&lt;/em&gt;
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
Was hier geschieht, ist die &amp;Uuml;bernahme der Sprache der Systemtheorie durch Metaphysiker, genauso wie der Wunsch der Systemtheoretiker nach Metaphysik. Genau genommen, riecht es sogar kn&amp;uuml;ppeldick nach Esoterik, die sich von der Frage befreit hat, wer denn die universalen Werte aufstellt. Der Mix schlechthin im Nebel des gewollt konstruierbarem. Auf jeden Fall ist es Konstruktion zu Zeiten, wo die eigene Kollegin noch vom gro&amp;szlig;en Umhertasten spricht. Die wissenschaftliche Logik ist vollkommen abhanden gekommen. Das Nichtwissen wird nicht mehr akzeptiert, sondern gef&amp;uuml;llt. Und zwar durch die Intuition derer, die von Logik schw&amp;auml;tzen, aber die Intuition ablehnen, - und dabei die Logik ad absurdum f&amp;uuml;hren.
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
Einen erstaunlichen Satz aus der wissenschaftlichen Begr&amp;uuml;ndung des Nichtwissens, muss ich aber noch gesondert hervorheben, - um zeigen zu wollen, wie weit es mit dieser Logik tats&amp;auml;chlich bestellt ist, wenn offene Dinge geschlossen betrachtet werden;
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt; 
&lt;em&gt;Faktoren des Nettigkeitswachstums erkennt Bloom auch im Kapitalismus, der unter netten Menschen besser funktionieren soll, und den Weltreligionen, die in ihrer Dynamik wie Gro&amp;szlig;gruppen wirken und Fremde daran gew&amp;ouml;hnen, einander wohlwollend zu begegnen.&lt;/em&gt;
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
Das kann ich mir vorstellen. Josef Ackermann und seine Kumpels und Kumpelinen sind ganz furchtbar nett zueinander. Auch zu anderen. So nett, dass keiner merkt, wie gut der Kapitalismus ganz besonders unterhalb solch netter Menschen funktioniert. Moral als Schichtenmodell f&amp;uuml;r Nettigkeit wo sie funktioniert sozusagen. Was Weltreligionen dann &amp;uuml;ber Dynamik in Gro&amp;szlig;gruppen wieder aufl&amp;ouml;sen sollen. Unter den Kumpaneien der alten M&amp;auml;nner dort ist n&amp;auml;mlich auch echte Nettigkeit angesagt. Da sticht keiner dem anderen ein Auge aus. Und einige der alten Herren begegnen ihren Sch&amp;auml;fchen auch tats&amp;auml;chlich ganz besonders wohlwollend. Die Frage ist nur; Was hat gerade das, mit Moral zu tun? Und wo ist hier die wissenschaftliche Berechtigung f&amp;uuml;r logische Wertbeurteilung, .... ohne Intuition?
Der ganz nah am Problem liegenden Erkenntnis von Frau Phelps, &lt;em&gt;dass Herz und Kopf neurologisch gesehen, gar nicht so leicht zu unterscheiden sind&lt;/em&gt;, wird man so jedenfalls nicht gerecht.
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
Wie gesagt, das dauert. Wir werden wohl warten m&amp;uuml;ssen, bis uns eine Studie das wissenschaftlich fundierte Konstrukt f&amp;uuml;r Moral liefert.
Denn wie sagt zitierter Sam Harris schon im Artikel, betreffs Wissenschaft;
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
&lt;em&gt;Sie k&amp;ouml;nnte sich glatt als neue G&amp;ouml;ttin f&amp;uuml;hlen.&lt;/em&gt;
&lt;BR&gt;&lt;BR&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;/span&gt;





      </description>
<link>http://www.antiferengi.de/cgi-bin/environ?line=blogs&amp;act=show&amp;bnr=384&amp;cnr=&amp;bcnr=</link>
      <pubDate>29.07.2010 von eb</pubDate>
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