TEXTE
bloggers paradise
BILDER
Winterapfel
THEMEN
    
Achtung, dies ist eine Gewalt-, Waffen-, Profit-, bedingt Vorurteils-, Religions-, Ideologie-, und Rankingfreie Zone.     Hinweise hierzu


14.03.2010 von eb
Kampagnen

Nachdem die FDP aufgrund gesunder demokratischer Kritik am Vizekanzler, eine Kampagne gegen Westerwelle, und gar eine Gefahr für die Demokratie darin gesichtet hat, weiß der Vatikan ebenfalls nichts besseres, als zu versuchen die Ignoranz ihres Häuptlings, mit den selben Mitteln am möglicherweise halbwegs gesunden Menschenverstand der Öffentlichkeit vorbei zu lavieren. "Kräfte sind am Werk", meint der Kirchenstaat, die dem Oberhaupt des Vereins an die Glaubwürdigkeit wollen. Für-, bzw. vorsorglich legt Radio Vatikan schon mal allen Interessenten die Objektivität darüber von selber in den Mund, dass solcherlei Versuche fehlgeschlagen seien.

Irgendwie am Thema vorbei. An die Unfehlbarkeit eines Vertreter Gottes zu glauben ist eine Sache. Sie zum Dogma zu erklären eine andere. Und ob der Mann im vorpäpstlichen Leben selber im direkten eigenen bayrischen Umfeld was übersehen hat, ist eher von sekundärem Interesse. Der Mann ist das religiöse, und damit großflächig geistige und moralische Oberhaupt von ca. 1.1 Mrd. römisch-katholischen Seelen, über 400.000 Priestern, und über 800.000 Ordensleuten. Da solcherlei Kirchengemenge auch gerne von Moral, Wahrheit und Gewissen redet, repräsentiert er nicht nur das gleiche für mehr als 1.2 Mrd Menschen, sondern hat auch mit seinem eigenen Vorbild für dessen Vermittlung gerade zu stehen.

Zitat:
Unterdessen gab der Vatikan bekannt, dass er seit 2001 von rund 3000 Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche aus den vergangenen 50 Jahren erfahren habe.

Das sind jetzt, einen Moment bitte, ... 2010 - 2001 = 9 Jahre, in denen min. 3000 Missbrauchsfälle aus einer Zeit von 50 Jahren verheimlicht wurden. Verheimlicht von einer Institution, deren Verantwortungs-, und Sendungsbewusstsein für das Seelenheil, das Gewissen, die Moral, und ein religiöses Bekenntnis zur Wahrheit besagter Menge Menschen gerne die Robe der Deutungshoheit an der eigenen Garderobe aufhängt. Und jetzt erzählt mir jemand, das der Chief des Ganzen nix davon gewusst hat ? Mit "nichts sehen", "nichts hören", und "nichts sagen", ... krieg selbst ich so was wie Unfehlbarkeit hin.


13.03.2010 von eb
Wollust
Unmut über Pornografie in Kirche

bild

Im bayrischen Erlangen hat man Schwierigkeiten mit einem Bild des Künstlers Bela Farago, welches die Gläubigen zum Nachdenken über sich selbst anregen soll. Weil da irgendeine nackte Frau mit gespreizten Schenkeln, und zwei gierige Figuren mit stehendem Fortpflanzungsorgan drauf sind, hagelte es massive Proteste, weshalb die gottlose Unanständigkeit beim katholischen Sonntagsgottesdienst verhüllt werden soll.

Also ich als großer Anhänger der Erotik, häng schon die ganze Zeit mit der Lupe am Bild, und such da was, was mich auf schlimme Gedanken bringt. Vielleicht fehlt mir eine speziell katholische Sensibilität für so Sachen. Oder aber, ich hab mich in meinem Leben schon zu früh sündigen Sachen hingegeben. Keine Ahnung. Aber irgendwie fehlt da der Kick. Nichts gegen das Bild. Das spricht mich aus vielerlei Sachen an. Farago mag ich sowieso. Aber Erotik oder Pornografie?

Mir fällt das jetzt ein wenig schwer, weil ich die Bayern eigentlich mag, und auf keinen Fall da was in einen Topf werfen will, aber es scheint ein allgemein dissonantes Verhältnis bezüglich sündigem Empfindens im katholisch bayrischen Glaubenskontext zu geben. Da bin ich grad froh, das mir Erzbischof Zollitsch aus der Patsche hilft. Der Mann ist ja Schwabe. Und als solcher, und insbesondere als Bischof der seinen Boss über Unregelmäßigkeiten unterrichten muss, die er gleichzeitig möglichst in den Hof des Vergessens abgleiten zu lassen hat, kann er sich natürlich den Beistand da holen, wo er zu unterrichten hat, damit sich sein Boss so richtig erschüttert zeigen kann. So ein kirchlich motiviertes Leben ist eine komplizierte Angelegenheit.

Möglich das das jetzt ein wenig vulgär klingt. Aber im Ernst liebe Erlanger Kirchengänger. Wenn das schon nicht klappt den Rat des eigenen Pfarrers anzunehmen, - die Chance zum Nachdenken zu nutzen. Da gibt´s wirklich bessere Sex-, und Erotikbilder, wo sich die zölibatären Kuttenträger der Nation sich gründlich einen runterholen können, damit sie endlich die Flossen von den Kindern lassen. Ansonsten kriegt das den faden Geschmack von Doppelmoral.

.... Kommentare

12.03.2010 von eb
Never ending story.
Alte, neue Ordnungsgier.

Ein Thema was anfängt gewaltig zu nerven, ganz besonders weil es mittlerweile beginnt Einzug in die ach so intellektuell neuzeitlich marodierenden Stammtische zu halten, - ist diese merkwürdige Mischung aus Systemtheorie, Evolution und Überbevölkerung. Als sinnvolle Vorüberlegung, bzw. Vorausplanung an Mann/Frau gebracht, ist dies für mich normalerweise der Zeitpunkt, mich leicht angewidert abzuwenden. Fragen bezüglich meiner Aversion dagegen, begegne ich mit Vorliebe durch die Gegenfrage was die Beschäftigung mit Evolution und Evolutionstheorie in Überlegungen zu Bevölkerungsproblematiken zu suchen hat. Wo steckt dahinter der wirkliche Sinn?

Das Ding hat schließlich Geschichte. Nicht die von Darwin, auch nicht unbedingt die der Evolutionstheorie, aber immer im Verbund mit Überbevölkerung. Nur im Kontext damit, war es immer möglich Ängste bei den Menschen dahingehend zu benutzen, um pseudowissenschaftliche Systemarchitektur im Zeichen von Auslese, Geburtenkontrollen, Ferilitätssteuerungen, Zwangssterilisation, Deportationen, entsprechend ausgelegte Land-, und Besitzverteilungen, bzw. gesteuerten Handel, Landnahme und Unterdrückung zu legitimieren, die in der Praxis immer dort geendet sind, wo die Theorie selber nie hin wollte. Wer glaubt in der Aufzählung was neues zu entdecken, täuscht sich. Das Schema der Schwarzseherei des Ökonomen Thomas Robert Malthus, aufgrund dessen nicht nur er, sondern auch Darwin und Spencer die Armen der Welt zu den sinnvollen Verlierern verargumentiert hatten, wiederholt sich für meine Begriffe all zu oft, wenn auch in unterschiedlichen Kontexten.

Von den geradezu barbarischen Auswüchsen im Zeichen des Kolonialismus, welcher ja auch aufgrund der Überbevölkerung Europas verargumentiert wurde, und den rassistischen Unmenschlichkeiten im beginnenden 20ten Jahrhundert mal ganz abgesehen, habe ich noch all zu sehr die Aktionen einer besonderen Form von Umweltschützern aus den 80igern im Kreuz, die sich ebenfalls, aufgrund der überreizten Aktionen des Ökonomen Dennis Meadows, wieder dieser unseligen Mischung aus Pseudowissenschaft, Ökonomie, Evolution, Soziologie, und Überbevölkerung angeschlossen -, und unter dem Deckmantel des Umweltschutzes ihre Menschenverachtung versteckt hatten. Ich bezeichne das heute noch als braun-grünen Sumpf der Selbstherrlichkeit. Durchaus gutmeinend, aber katastrophal endend in der Praxis. Hieraus ziehe ich auch meine Irritation bezüglich des Umstandes, das ausgerechnet Systemtheoretiker immer vom Gutmenschen sprechen. Es hat Menschen gegeben, die im Zeichen der gutmeinenden Rettung der Vielfalt der Arten, ganze Indianerstämme mit Syphilis verseucht haben, um Landschildkröten zu retten. Nur ein kleines von vielen Beispielen. Die Theorie mag stimmen, die Praxis der Durchführung liegt bei den Menschen die die Theorie benutzen.

Die Praxis sieht z.B. so aus, das man zwangsläufig hohe Säuglingssterblichkeit auch immer dort orten muss, wo große Bevölkerungszuwächse zu verzeichnen sind, und das sind i.d.R. die ärmsten der Armen. Egal wie gut eine Theorie aussieht. Die praktische Umsetzung wird immer von denen ausgehen, die sich ihren eigenen Wohlstand sichern wollen, und den Bezug zur Gleichberechtigung aller Menschen darüber verlieren, und das systemische Messer ganz besonders dort ansetzen, wo man Einschränkungen am ehesten einem gleichgesinnten Publikum als bedauerliche Notwendigkeit zur Reduzierung der Säuglingssterblichkeit erklären kann. Gerechtigkeit, und Problembewältigungen weltweit über einheitliche Systeme erreichen zu wollen, ist für mich einer der naivsten Grunderwartungen überhaupt.

Was heute aus dieser Ecke kommt, ist ähnlich gesiebt. Auch hier findet man wieder die gefährliche Mischung aus Ökonomie, Ökologie, Evolution, im Verbund mit Überbevölkerung. Heutzutage sind es keine eindeutig identifizierbaren grünen Umweltschützer mehr, sondern eine Diskussion zwischen Neoliberalen und Neo-Malthusianern, die sich tatsächlich stellenweise selber sogar so nennen. Hier findet man, ganz im Sinne der unseligen Verquickung von Ökonomie und Ökologie schnell mal Begriffe wie Biomanagement im Zeichen der Biodiversität. Und auch hier wird mit Überbevölkerung und Evolution herum gespielt, als wäre es das harmloseste von der Welt.

Wer an harmlose Sachen glauben mag, sollte sich mal die finanziellen Abhängigkeiten von z.B. den Vereinten Nationen, und die Aussagen von Figuren wie z.B. Ted Turner, dem Gründer des CNN, und Geldgeber der UNO, sowie seine Verflechtungen anschauen;

Eine Gesamtbevölkerung von 250-300 Millionen Menschen, eine Reduzierung um 95 Prozent von der jetziger Grösse, wäre ideal.

An solchen Menschen, messe ich den schlimmstmöglichen Worst-Case als Resultat von gedankenlosen Wohlstandsmenschen und Systemfanatikern ab. Und der menschliche Worst-Case sollte auch immer die Basis bilden, wenn es um Diskussionen bezüglich Überbevölkerung geht. Denn die Mitbenutzung von Evolution in diesem Zusammenhang, stinkt geradezu nach Selbstentschuldigung für evtl. harte Maßnahmen.

.... mehr

11.03.2010 von eb
Es gehe wieder aufwärts

Klare marktökonomische Zielmessung, und Bewertung des Status. Weltwirtschaftliche Aufwärts-, und Abwärtsbewegungen misst man heute am Anteil der Milliardäre meint Frau Bodewein im Öffentlich Rechtlichen. Die "Forbes" Liste der Milliardäre als Indikator. Spannend. Will heißen, je mehr Milliardäre die Welt ausbluten lassen, desto besser geht es der Wirtschaft, und den davon abhängigen Menschen. 200 Milliardäre mehr als im vergangenen Jahr? War da nicht sowas wie eine Krise im letzten Jahr? So eine, mit öffentlich wirksam heulenden Milliardären, die sich aufopferungsvoll ihrer Gewinne entledigt haben? Wo gar Frau Schäffler den Verlust hinnehmen musste, von Platz 15 der deutschen Rangliste auf Platz 260 abzurutschen. Das Leben ist echt hart.

Herr Carlos Slim Helu aus Mexico, überrundet mit ungeheuer sozialem Engagement, um eine halbe Milliarde den bis dato reichsten Mann der Welt mit seinen 53 Mrd. Dollar. Und die dumpfen Deutschen kriegen grad mit Herrn Albrecht mal wieder nur die Hälfte auf die Latte. Was für ein Versager. Und natürlich mal wieder die Frauen. Bloß 14 Selfmade-Milliardärinnen. Der Rest ist angeheiratet, - oder? Aber auch nur würdig für die Hälfte des Besitzes, verteidigt Platzkuh Christy Walton nach wie vor noch die Ehre der Damen, aber keine Chance unter die Top Ten zu kommen. Liz Mohn kommt nur auf Platz 189. Hungertuchverdächtig.

Aber wer hätte das gedacht? Die meisten Mädels mit prallen Portemonnaie´s kommen aus dem krisengeschüttelten China. Daran kann man natürlich so was wie Aufschwung messen. Aber ich weiß. So kann man das nicht sehen. In Deutschland alleine, verfügen die 100 größten Vermögen lediglich über 285,6 Mrd. Euro. Das ist natürlich immer noch weniger als der gesamte bundesdeutsche Haushalt von 292 Mrd. Euro im Jahr 2009, der 2010 immerhin auf satte 325 Mrd. anwachsen wird, bei Einnahmen von nur 239 Mrd. Euro. Öhhm. Der gesamte Staat hat also weniger Einnahmen als die 100 reichsten Deutschen auf der hohen Kante liegen haben. Da muss man ja die geschätzten 40 Mrd. Sozialausgaben da holen, wo sie normalerweise hin sollen.

Und der Rest der Welt? Was soll ich sagen? Bei 109 Mill. Einwohnern wo 40 Prozent unterhalb der Armutsgrenze leben, gäb es einiges was Herr Slim locker innerhalb Mexicos aus der Portokasse bezahlen könnte. Aber die Abzocker und Kriegsgewinnler sind hüben wie drüben immer die gleichen, und haben ein ganz eigenes Bewusstsein für die Gerechtigkeiten dieser Welt.


11.03.2010 von eb
Systemischer Stumpfsinn
Arbeiten für die Moral

Die ökonomische Theorie sozialer Interaktionen zeigt, dass die Sozialstaatsdebatte nicht mehr nur auf eine klassische monetäre Kosten-Nutzen Analyse reduziert werden kann.

Ach nee, ist ja ganz was neues. Ausgerechnet das Blättle, was seit Jahrzehnten mit monetären Alltagsbeschreibungen im Dienste des neoliberalen Dogmas der Gewinnmaximierung auch noch jede menschliche Regung tot gerechnet hat, kommt plötzlich darauf das dahinter noch andere Sachen zu berücksichtigen sind. Da hat wohl jemand eine der neueren Bertelsmann-Studien verkonsumiert. Man lasse sich nochmals den Satz auf der Zunge zergehen;

Die ökonomische Theorie sozialer Interaktionen zeigt...

Zwischen Theorie und Praxis gibt es immer noch Differenzen, wie man sieht. Die komplette Ökonomisierung des Menschen ergibt nach planstabsmäßiger Kalkulation, das nicht monetäre Faktoren zu berücksichtigen sind, um der Effizienz wieder auf die Sprünge zu helfen. Die Spannbreite geistiger Beweglichkeit über einen Fliegenschiss hinweg.

Ungefähr so gewaltige Denksprünge wie bei unseren alten, neuen Sozen, die in der Mitte aller gemeinwohlorientieren Mitten der Behaglichkeit einen Gegenkurs da sichten, wo der alte gerade vor die Wand gefahren ist. Das Denken dahinter ist mehr als offensichtlich. In Gehirnen, deren einzige Leistung darin besteht, Menschen über ihre Nutzbarkeit im Zeichen von unverändert exportorientiertem Welthandelsranking, und Kostenkalkulationen zu bewerten, muss man nicht erwarten Politiker oder Journalisten vorzufinden, die mehr können als alte Lieder ein wenig anders zu vertonen.

Gewohnt panisches Festkrallen am Dogma, um nur ja keine Energie beim Denken zu verbrauchen. Effizienz halt. Gewaltige Sprünge im Brotnapf von Industrie und Politik, die um jeden Preis alles beim alten halten will, und eisern die Mitte des Denkens dort festnagelt, wo sich auch noch jeder geruhsam zurück lehnen kann, solange es ihn nicht selber betrifft. Ein wenig Honig ums Maul ( Die Menschen in Deutschland sind extrem fleißig ) der willigen Leserschar, welche sachlich, vernünftig und politisch korrekt, unbedingt wieder Ruhe im Land der Rechenschieber haben will, und schon kann man zwei Seiten, bei gleichem Resultat, als unterschiedliche politische Richtungen verkaufen.

.... mehr

09.03.2010 von eb
Kommunales Privatisierungskino, Teil II

Im November letzten Jahres, hab ich mal versucht auf den lokalpatriotischen Flair von Auseinandersetzung mit der mittlerweile bundesweiten Sterbehilfe für kommunale Krankenhäuser hinzuweisen, die auch im finstersten Hinterland nicht mehr an den neoliberalen Marktideologien der üblichen bundesdeutschen Modernisierungswelle vorbeikommt die sich da Reformbestrebungen schimpft. Auch das es im Wald immer jemanden gibt, der seine Cleverness als Modernität zu verkaufen weiß und als erster damit anfängt, braucht seine Weile bis auch die Lokalpresse merkt das man ein Thema nicht mehr unter "political correct" einfach so unbeteiligt wie möglich in den Eimer des Vergessens schreiben kann. Immerhin kämpfen hier Menschen, und eine ganze Menge davon mit viel Verstand und Herzblut, um ihre Zukunft. Schön, das es den einen oder anderen Lokalmatador mit in den Strudel zieht, und er sich fähig zeigt, sich auch mal ausserhalb des normalen Bulletinjournalismus sich ans Eingemachte zu wagen. Respekt.

Die Privatisierung der bundesdeutschen Krankenhäuser, braucht unbedingt eine konsequente Auseinandersetzung mit sich selber. Auch wenn die frequentierteren Medien das Thema aus ihrer marktpolitischen Sicht heraus duchaus fähig sind kritisch zu betrachten, so zeigt uns erst die Auseinandersetzung mit den Menschen dahinter worum es eigentlich geht. Kosten, - oder Menschen? Natürlich hängen sich die arbeitsplatztechnisch betroffenen Menschen an "ihr" Umfeld, an "ihren" Arbeitsplatz, und an "ihre" Zukunft. Auch wenn der Wille zur optimalen Patientenversorgung noch so hoch ist, - so hängt man sich denn trotzdem an die nächst möglichen Heilsversprecher, die einem im nächst möglich übersichtlichen Blickfeld ein "wenig" mehr Sicherheit für die Zukunft versprechen. Dabei verliert man schnell mal die Übersicht über den Gesamtkontext der eigentlich dahinter steht, und dem oft zitierten und vorgeschobenen finanziellen Realitätssinn lediglich ein wenig heiße Luft für noch kältere Zeiten verschafft.

.... mehr

08.03.2010 von eb
Ein Jahr Alienblog

Fast hätte ich was übersehen. Antiferengi gibt´s jetzt seit genau einem Jahr. (Na ja, plus,minus einen Tag). Zeit für einen kurzen Rückblick, und den momentanen Status des Wohnzimmers bzw. seines Bewohners.

An dieser Stelle erstmal ein Riesendanke an alle meine Leser, Kommentatoren, und auch an alle anderen blogger, die bisher die Nerven bewiesen haben meine eigenen Kommentare zu ertragen. Das mein liebevoll gepflegter Friedhof überhaupt so was wie Leser hat, die sich zudem sogar noch im Laufe des Jahres vermehrt haben, statt ob meiner doch recht wechselvollen Stimmungslagen das Handtuch zu werfen, war gelinde gesagt, eine echte Überraschung für mich. Deshalb nochmals, - ein Mordsdankeschön.

.... mehr   & Kommentare

07.03.2010 von eb
Politischer Offenbarungseid

Ist das zu fassen? Darauf das Merkels HartzIV-Ideen genauso, allgemein, unverbindlich und unbrauchbar sind, wie das rumeiernde Ego-Geschwätz von Gabriel und Künast, will ich gar nicht erst eingehen. Immerhin reden wir vom Resultat von minimum 12 Jahren komplett bankrotter Arbeitsmarktpolitik in rot-grün, scharz-rot, und schwarz-gelb gestreiften Hemden, wo überall Agenda2010 und HARTZIV als belustigende Aufnäher fröhlich so ziemlich alles totgelogen haben, was die Menschen dieses Landes in den Rachen einer unersättlichen Profitgier von Arbeitgebern geworfen hat, die sich jetzt die Hände reiben, weil sowas wie Manchesterkapitalismus anscheinend wieder hoffähig wird.

Aber kaltschnäuziger als die Kraftmeierei von Hannelore kann es gar nicht mehr gehen;

"Wir müssen endlich ehrlich sein", forderte Kraft. "Rund ein Viertel unserer Langzeitarbeitslosen wird nie mehr einen regulären Job finden." Für sie müsse so schnell wie möglich "ein Gemeinwohl-orientierter Arbeitsmarkt" aufgebaut werden. Mehrkosten für den Staat entstünden nicht. "Die meisten Langzeitarbeitslosen werden sich über eine sinnvolle Beschäftigung freuen, selbst wenn sie dafür nur einen symbolischen Aufschlag auf die Hartz-IV-Sätze bekommen."

Sie hat sie einfach abgeschrieben. Die Opfer der Gammelpolitik der eigenen neoliberalen Mischsoße aus gemanagter, exportorientierter Marktgeilheit, blindwütig und blauäugig deregulierter Finanzjongleure, und politkastenmäßiger Wirtschafts-, und Industrieanbiederung, hat sie einfach abgeschrieben. Müll. Abfall der Gesellschaft. Grad noch gut, um in privatisierten Altenheimen das bereits schon weit offende Tor des Arbeitsplatzabbaues jetzt nun endgültig herauszureißen. Mit schier unglaublicher Unverschämtheit, auch noch als Ehrlichkeit herum gereicht. Und natürlich lapidar damit geschmückt, das dem Staat keine Mehrkosten entstünden. Tut mir leid Leute, wenn das jetzt ein wenig emotional ist, aber das fass ich nicht. Gibt es eine Obergrenze für Kaltschnäuzigkeit und Zynismus? Die Frau sagt damit nur eines; Weiter so, wie bisher, Umdenken ist nicht nötig, - den Abfall entsorgen wir unauffällig und kostensparend.

.... Kommentare

06.03.2010 von eb
Meisterin des non-statement
Habe mir immer Schwarz-Gelb gewünscht

Wieder mal ein schönes Interview der FR mit unserer Regierungschefin. Da ist jetzt kein Vorwurf gegen die FR, oder gegen die Interviewer beabsichtigt, denn eines muss man der Frau lassen. Sie beherrscht in grandioser Manier die hohe diplomatische Kunst des bedeutungsvollen Nichtssagens, welches so wirkt als wäre alles gesagt, aber trotzdem alle möglichen weiteren Optionen offen lässt. Kultivierung des Ist-Zustandes, der jede mögliche Veränderung wie einkalkulierte Strategie erscheinen lässt. Oder anders; das alles für selbstverständlich erklärende Leuchten in den Augen eines Käfers, mit Blick aufs Ufer, auf einem Blatt, welches auf der Wasseroberfläche eines reißendes Gebirgsbaches herumtanzt.

Interessant die Überschrift des Artikels;

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht im Interview der Frankfurter Rundschau über den Krach in der Koalition, die Gesundheitsreform und ihre Skepsis gegenüber Schwarz-Grün.

Ich suche immer noch konkrete Stellungsnahmen, bezüglich der Überschrift.Die einzige zu ortende Aussage betrifft lediglich die CDU-FDP Koalition, und eine in meinen Augen gnadenlose Unverschämtheit Politprostitution und Sponsoring zum Kavaliersdelikt zu erklären. Vielleicht sollte ich es so zusammenfassen wie sie selber.

Es wird klappen, ich bin zuversichtlich.

.... mehr   & Kommentare

06.03.2010 von eb
Leseempfehlung

Ah, damit vergisst man sogar das ganz hartz4-lose Schneeschippen, und freut sich auf den Morgenkaffee. Der Guardian of the blind zeigt uns die niederträchtige, kriminalisierte und endzeitfiligrane Welt der digitalisierten Informationsgesellschaft, die uns in Zukunft ohne Vorratsdatenspeicherung blühen wird.

Ohne Vorratsdatenspeicherung drohen uns ganz und gar unermessliche Gefahren!!!



  Blogroll------
ad-sinistram
Zugehörig
aebby LOG
Photonen Wurfholz
de Tempore
Erich Kästner - die kleine Freiheit (Teil 2)
Dori Sig
Rock King in Iceland angry at David Oddson,former CEO of the central bank
Feynsinn
Westerwelle ist erledigt
Geheimrätin
Paranoide Paradoxien und gefährliches Halbwissen
Geheimrätins Mediathek
BBC Exlusiv- Zeitreisen
Kinderwarte
Teile und bilde
Christian Klotz
Lesarten
Kritik und Kunst
"Heute
LobbyControl
Investment-Banker Dombret entert Bundesbank
Lupe, der Satire-Blog
Es abzockerlt wieder (Abzocker-Rätsel)
Neutron News
Brrrrrrrrr...
Notizen aus der Unterwelt
im april geht es weiter
Oeffinger Freidenker
Niebels Kappe
Paulinchen ist allein zu Haus
Jaja, der alte Seneca ...
Systemfrage21
Die allgemeine Gleichung des Sparens und das Preisniveau der Produktionsgüter
Ware Lüge
IZAs WELT
Zeitgeistlos
Across the Universe

Links------
Autismuskritik
ComputerBilly
Crochety Old Man Yells At Cars.
Demokratie ist wichtig
Denn sie wissen, was sie tun
Underdog des Jahres 2009: Der Morgen
Duckhome
Exportabel
Guardian of the Blind
German Watch, Jean Ziegler
Heut schon gedacht
Infoportal Deutschland & Globalisierung
Klima Lügen Detektor
Lebenshaus Schwäbische Alb
Meinpolitikblog
Michael Schöfer
Mutantenstadl
My Dad'´s a Communist
Nachdenkseiten
Anji Patchwork
Persiana 451
Politics Lobby8
Presse Club
Schul Kritik
Seelensplitter
Sinnundunsinn
so-zi-al
Spiegelfechter
Trueten.de
Umoja - Network for Afrika
Weissgarnix
Yellow Swordfish
Zynaesthesie

KreativLinks
Baertierchen
Boelters
Fenrir
Flickr Scotland Blog
Kalliopevorleserin
Kopperschlaeger
KueperPunk
Magnifikatz
Peonia
Tilla Pe
Rainer Unsinn

LinksLinks
Hamburg Links
Solinger Linke

AntiBertelsmann
Labournet
nokturnaltimes
Wiki AK Bertelsmann
Steffen Roski
Bertelsmann Kritik
anti-bertelsmann

Hinweis----

webalizer 2.01 history
(Visittime: 30Min.)
MonthHitsPagesVisits
Curr.55476254305478
Last98764350889796